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April 2015 - airberlin magazin - Vielfältiges Curaçao

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42 Berlin extra

42 Berlin extra airberlin magazin 4 / 2015 Tonspur Berlin A Berlin soundtrack An der Spree wird nicht nur aktuell in den vielfältigsten Musikstilen produziert, aufgelegt und abgetanzt – auch vor dem Mauerfall war Berlin ein Mekka für famose Sänger und Bands. Ein Kurztrip zu legendären Locations, verbunden mit Anekdoten über Depeche Mode, U2, David Bowie und Iggy Pop. Text: Harriet Wolff ie posierten auf dem Teppich des herrschaftlichen Hauses der Hansa Studios: die vier Jungs von Depeche Mode. 1983 arbeiteten sie dort an vier Alben und stürzten sich ins exzentrische Westberliner Nachtleben. „People are People“, „Master and Servant“ – viele halten die damals entstandene Elektropopmusik mit für ihre beste. Und als die Jungs 1988 in Ostberlin spielen durften, war die Legende komplett. Noch heute schwärmt Ex-Keyboarder Alan Wilder vom Sound der Extratipp: Studios, besonders vom Meistersaal Die Kantine musikalischer oder Studio 2, der „big hall by the Legenden – im Meistersaal-Haus liegt Parterre Keine Frage: Der Saal, aufwendig wall“, die Mauer lag gleich gegenüber. die leckere Osteria Caruso restauriert und unter anderem 2010 von Vito Paradiso. von der US-Band R.E.M. als Studio Köthener Straße 38, genutzt, „lebt“ und bietet einen faszinierenden Tel. 030 23 00 45 74, Resonanzraum. www.osteria-caruso.de Nicht nur Depeche Mode, auch David Bowie, Udo Jürgens, Zarah Leander und Peter Maffay – sie alle waren oder sind Fans der exzellenten Akustik und Aufnahmetechnik im Kreuzberger Meistersaal-Gebäude. Von 1910–1913 im neoklassizistischen Stil errichtet, ist es heute einer der musikalischen Kreativpole der Stadt. Mitte der 1970er-Jahre hatten die Gebrüder Meisel das im Niemandsland der Mauer gelegene Ensemble renoviert. Seit Anfang der 80er-Jahre existiert das Studio 1 im Haus, das für sein immer noch existierendes SSL-4000E-Mischpult bei Profis hoch im Kurs steht. David Bowie hat sie 2013 auf seinem Album „The next day“ besungen: die für ihn extrem wichtige Zeit von 1976 bis 1978 im damaligen Westberlin. Auch das Video zum Song „Where are we now?“ zoomt melancholisch in die von der Mauer geteilte Stadt. Bowie hatte sich im Stadtteil Schöneberg eine weitläufige Altbauwohnung gemietet. „Anfangs nahm niemand Notiz von mir, ich war anonym, es war herrlich“, erzählte er später in einem Interview.

airberlin magazin 4 / 2015 43 Erinnerung an gemeinsame Berliner Zeiten: Die beiden Musikstars Iggy Pop und David Bowie (v. l.) waren sogar mal Nachbarn. Memories of times spent together in Berlin: music stars Iggy Pop and David Bowie (from left to right) were once neighbours. Lieblingsorte von ihm wurden das Cabaret Chez Romy Haag (Fuggerstraße 33, heute Heimat des Connection- Club) und der exzentrische Tanzclub Dschungel, damals noch am Winterfeldtplatz, später ums Eck vom KaDeWe, Extratipp: im heutigen Hotel Ellington. Café Neues Ufer – zwei Punkrocksänger Iggy Pop, Häuser weiter von Bowies kreativer Kollege und Kumpel, war auch mit von der und Iggy Pops Bleibe in der Schöneberger Hauptstraße 157. Partie, musste allerdings bald Damals Lieblingsabhängort umziehen. Bowie war Iggys der beiden Paradiesvögel, extremer Drogenkonsum zu heute ein gemütliches Café mit viel, auch wenn er selbst stark Cocktailbar und eine Ikone der experimentierte. Berliner Schwulenbewegung. Für Bowie war die Stadt Täglich von 14 bis 2 Uhr, „Therapie, ich lebte dort ganz Tel. 030 78 95 79 00, alltäglich, auf der Suche nach www.neuesufer.de einer neuen musikalischen Sprache.“ Und die fand er, auch gemeinsam mit Iggy, etwa für dessen Alben „The Idiot“ und „Lust for Life“, die Bowie produzierte. Er selbst spielte 1976 und 1977, genialisch offen für jeglichen künstlerischen Ausdruck, in den Hansa Studios zwei Teile der Berlin-Trilogie ein: „Low“ und „Heroes“. Im Titelsong „Heroes“ geht es um ein sich nahe der Mauer küssendes Liebespaar, inspiriert von einer Affäre seines Produzenten Tony Visconti und von einem Gemälde des Expressionisten Otto Mueller im Charlottenburger Brücke-Museum, das Bowie oft besuchte. 1979 nahm er seine Version von Brechts „Baal“ als Album in den Hansa Studios auf. Und 1987 schließlich kehrte der gebürtige Londoner zu einem fulminanten Konzert am Reichstag vor der Mauer zurück – hinter der Grenze kam es in der DDR zu Tumulten zwischen Bowie-Fans und Sicherheitskräften. Extratipp: Teatime in der plüschigen Empfangshalle des Adlon, des Lieblingshotels von Bono und Konsorten, wenn U2 – die Alltime-Großrocker gaben sie nicht gerade bei Angela schon in den frühen 1980er-Jahren Merkel vorbeischauen ... legendär kreischend bunte Gigs im Unter den Linden 77, sagenumwobenen Metropol-Theater Tel. 030 2 26 10, am Schöneberger Nollendorfplatz www.kempinski.com/Adlon (heute residiert dort die Eventlocation Goya). Richtig ab ging es für die Iren ab Oktober 1990. Die Mauer war offen und U2 startete durch, ebenfalls in den Hansa Studios, mit den Aufnahmen zu dem für seinen musikalischen Stilwechsel gefeierten Album „Achtung Baby!“. Dessen euphorischer Eröffnungssong „Zoo Station“ ist inspiriert vom Berliner Knotenpunkt Zoologischer Garten. Für Sänger Bono ist er ein Symbol der Wiedervereinigung und im Liedtext ein Ort der Hoffnung, endlich die große Liebe zu finden. Der Song „One“ dagegen tönt von Ernüchterung und enttäuschter Liebe. Das dazu von U2-Fotograf Anton Corbijn realisierte, sich kalt anfühlende Berliner Unterhaltsam vielschichtige Video spielt unter anderem auf der Touren zur Berliner Zeit von realsozialistischen Monumentalmeile Depeche Mode, U2 und Karl-Marx-Allee (früher Stalinallee) David Bowie sowie zu den und am Frankfurter Tor mit den charakteristischen Doppeltürmen. Wer in Musikprofi Thilo Schmied Hansa Studios bietet der die Berliner Zeit von U2 eintauchen von Berlin Musictours. Infos will, dem sei die Dokumentation unter: Tel. 030 30 87 56 33, „From the Sky Down“ empfohlen, die www.musictours-berlin.de. 2011 zur gefeierten Wiederauflage Finden Sie alles über Berlin von „Achtung Baby!“ erschien. • im offiziellen Tourismusportal VisitBerlin (www.visitberlin.de).

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