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August 2016 airberlin magazin - Der letzte Schrei

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42 kann er nicht

42 kann er nicht verschieben. „Nicht so schlimm“, sagt Kit, „wir sind dann ja auch immer noch neun auf der Bühne.“ Dann klingelt wieder sein Handy: Die Begleitsängerin ist dran. Sie ist in Schottland auf Familienbesuch. Da waren’s nur noch acht. Kinder in Jersey lernen die Songs der Badlabecques in der Schule. Geraint Jennings ist einer der drei Jèrriais-Lehrer auf der Insel. Vor fünf Jahren beauftragte er Kit damit, einige traditionelle Volkslieder für den Unterricht neu aufzubereiten. Daraus entstand die Band, die inzwischen ein Album aufgenommen hat. „Ich selbst schmeiße mich am liebsten in meine Haube und singe mit dem Akkordeon die alten Klassiker“, sagt der 50-jährige Lehrer. „Aber wenn wir Jèrriais am Leben halten wollen, müssen wir junge Menschen erreichen.“ Pling. Pling. Regelmäßig wird Ashton von den Nachrichtentönen seines Smartphones unterbrochen. Monty, der Akkordeonist, wird erst 19.25 Uhr mit dem Flugzeug auf der Insel landen. Das Konzert ist für 20.15 Uhr angesetzt. Es dauert ein paar Telefongespräche, bis Ashton die wichtigsten Fragen geklärt hat. Wer kann Monty vom Flughafen abholen? Wer kann sein Akkordeon bei ihm zuhause abholen? Wer kann Montys Hausschlüssel in der Bar abholen, in der dessen Mitbewohnerin arbeitet? „Das ist der einzige Nachteil einer großen Band“, sinniert der Sänger, beharrlich lächelnd. „Ich fühle mich oft, als würde ich einen Sack Flöhe hüten.“ Kit hat viele Jahre in Pop-Gruppen gespielt, die amerikanische Soul-Sängerin Carleen Anderson und den britischen Mercury-Prize-nominierten Musiker Thomas White auf Tour begleitet. Er weiß, was beim Publikum ankommt: Ein 300 Jahre altes Volkslied kann bei den Badlabecques schon mal in eine Jèrriais-Version von I Like to Move It, den Titelsong des Trickfilms Madagascar, übergehen. „Danach hat jeder geschnallt, dass moûtchi ‚move it‘ bedeutet“, sagt Kit. Die Wörter bleiben als Ohrwurm im Gedächtnis hängen. „Geraint sagt mir oft, wir hätten Jèrriais cool gemacht. Aber so cool sind wir eigentlich nicht.“ Mögliche Einwände nimmt Kit immer schnell vorweg. Ein bisschen kitschig seien die Lieder sogar. Zu Schunkel-Akkorden schwärmen sie vom friedlichen, charmanten Jersey. Es geht hier nicht um den nächsten musikalischen Trend. „Die Sprache kann uns helfen, herauszufinden, wer wir als Inselgemeinde sind. Wir haben mit Jèrriais etwas Einzigartiges, auf das wir stolz sein können – weit über die verdammte Finanzindustrie hinaus.“ Jersey ist zwar direkt der britischen Krone unterstellt, gehört aber nicht zum Vereinigten Königreich. Deswegen kann die Regierung ihre eigenen Regeln schreiben. Niedrige Steuern und Behörden, die wenige Fragen stellen, haben dazu geführt, dass hier heute auf jeden dritten Bürger ein eigenständiges Unternehmen kommt. > „Wir können stolz auf etwas jenseits der verdammten Finanzindustrie sein“

JÈRRIAIS / JERSEY 43 “Jèrriais is something unique we can be proud of, rather than it all being about bloody banking” Von links im Uhrzeigersinn: Wandgemälde in der Hauptstadt St. Helier; Corbière Leuchtturm; zweisprachiges Straßenschild in St. Helier; Jèrriais-Lehrer Geraint Jennings Clockwise from left: A mural in the capital St. Helier; Corbière lighthouse, called La Corbièthe in Jèrriais; a bilingual street sign in St. Helier; Jèrriais teacher Geraint Jennings not so bad,” says Kit, “there will still be nine of us on stage.” Then his phone rings again – the backing singer, calling to say she’s visiting family. In Scotland. Then there were eight. Children in Jersey learn Badlabecques’ songs at school. Geraint Jennings, one of the island’s three Jèrriais teachers, asked Kit Ashton to rework some traditional folk songs for his lessons five years ago. That task spawned the band, who went on to record an album. Jennings, 50, explains: “Don’t get me wrong – I like to slap on a bonnet and do the old songs with the accordion, but we need to appeal to younger audiences if we want to keep Jèrriais alive.” Beep, beep. Kit is constantly interrupted by his smartphone’s message alert. Monty, the band’s accordion player, won’t land at the airport until 7.25pm, even though the concert is scheduled for 8.15pm. It takes Kit several phone calls to sort out the most pressing problems. Who’ll fetch Monty from the airport? Who can get the accordion from Monty’s home? Who can pick Monty’s keys up from the bar where his housemate works? “That’s the only downside of a big band. It’s like herding cats sometimes,” muses Kit with a wry smile. He’s spent years playing in pop groups and touring with acts like American soul singer Carleen Anderson and Britain’s Mercury Prize-nominated Thomas White. He knows how to entertain an audience. Badlabecques have adapted a 300-year-old folk song into a Jèrriais version of I Like to Move It, the theme tune to the animated film Madagascar. “After that, everyone got that moûtchi means ‘move it’,” says Kit. Listeners find it hard to get the catchy melodies – and thereby the Jèrriais lyrics – out of their heads. “Geraint often tells me we made Jèrriais cool. We’re not really that cool.” Kit is always quick to anticipate potential objections. Their songs could even be considered “a little cheesy”, he says. The lyrics, set to rousing chords, tell of longing for the queen of islands >

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