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Der Herr der Schlüssel_Mai_2017

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42 SCHLÜSSELWÄRTER /

42 SCHLÜSSELWÄRTER / ROM noch nie Angst vor der Dunkelheit“, sagt Crea, der den Job seit fast 20 Jahren macht. „Als ich neu war, hatte ich aber schon große Ehrfurcht vor den Kunstwerken und auch vor den schieren Ausmaßen der Museen.“ Die Ausstellungsräume der Museen kommen zusammen auf eine Länge von sieben Kilometern. Crea zieht den Schlüssel mit der Nummer 401 hervor: groß, aus Eisen und mehr als 200 Jahre alt. Er drückt die schwere Holztür zum Sala Rotonda auf, einem runden Raum mit bunten Bodenmosaiken und spektakulären Statuen, die einst den Herrschern des alten Roms gehörten. Geräuschlos geht er an etruskischen Grabmälern und griechischen Statuen vorbei und lässt den üppig ausgestatteten Kartensaal hinter sich, den Papst Gregor XIII. im späten 16. Jahrhundert einrichten ließ. „Ich liebe diese Museen wie mein eigenes Zuhause“, sagt er. „Jedes Kunstwerk und jedes Gemälde hat seine ganz eigene Bedeutung. Jedes einzelne Stück ist etwas Besonderes.“ Doch das jahrhundertealte Kulturerbe befindet sich in ständiger Gefahr – ganze Gruppen von Restauratoren kämpfen täglich gegen den nagenden Zahn der Zeit. Eines der größten Restaurationslabore des Museums kümmert sich ausschließlich um die Gemäldesammlung der Päpste. Im Labor für Marmor und Gips sind es dagegen nur zehn Spezialisten, die 20 000 Artefakte aus Stein und Marmor restaurieren – von kleinsten Fragmenten bis zu Berninis spektakulärem Säulengang um den Petersplatz. „Wann immer jemand Hand an etwas aus Stein anlegen möchte, gibt er unserem Labor Bescheid, damit wir die Arbeiten überwachen können“, sagt Guy Devreux, der die Abteilung seit 2006 leitet. An einem typischen Arbeitstag befinden sich in Devreux’ Werkstatt riesige ägyptische Statuen neben steinernen Köpfen und Marmorbüsten. Auch einen farbenfrohen ägyptischen Sarkophag aus dem Jahr 800 vor Christus hat > Oben: Crea in der Galleria degli Animali Rechte Seite im Uhrzeigersinn: Ein verlorener Kopf in der Skulpturenwerkstatt; der Eingang zur Pinacoteca; die spiralförmige Treppe des Vatikanmuseums; Massimo Bernacchi arbeitet an einer Hermes-Skulptur Above: Crea in the Galleria degli Animali Opposite page, clockwise from top left: a head in the sculpture workshop; the entrance to the Pinacoteca; the spiral staircase of the Vatican museum; Massimo Bernacchi restoring a statue of Hermes

43 a colourful mosaic floor and stunning statues that once belonged to the emperors of ancient Rome. He moves past Etruscan tombs, Greek statues and the richly decorated gallery of maps, commissioned by Pope Gregory XIII in the late 16th century. “I love these museums as if they were my own home,” he says. “Every art work and every painting has its own significance. Each one is special.” As time takes its toll, teams of experts are dedicated to the painstaking restoration and protection of the museums’ vast collection. One of the Vatican Museums’ largest laboratories deals solely with the paintings collected by the popes, while 10 specialists at the marble and cast restoration laboratory take care of 20,000 marble and stone artefacts ranging from the tiniest fragment to Bernini’s spectacular colonnade around St Peter’s Square. “Every time anyone wants to put a finger on anything made of stone, they call our laboratory and we supervise the work,” says Guy Devreux, who has been head of the laboratory since 2006. On any given day, Devreux’s laboratory is filled with enormous ancient statues, stone heads and marble busts. His team has even restored a colourful Egyptian sarcophagus dating back to 800BC, now lying inside an unassuming wooden box on the floor. “We are in heaven because we have the most beautiful artworks in the world here,” Devreux says. “Nothing relies on a single restorer but a group of restorers working with archaeologists and art experts and a huge scientific laboratory, which in the field of research is absolutely fundamental.” Cutting-edge technology is used to save some of the oldest items in the collection. Synthetic materials have replaced the iron pins and invasive supports of the past, while laser technology offers new ways of cleaning artefacts without removing their precious patina. >

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Oktober 2015 airberlin magazin - Mal kurz zum Mond
September 2015 airberlin magazin - Ich bin ein Berliner
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