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Der Herr der Schlüssel_Mai_2017

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44 Von links nach

44 Von links nach rechts: Guy Devreux in der Skulpturen-Werkstatt; Crea in der Galleria delle statue; Archivistin Marta Bezzini (oben); Besucherschlange auf dem Petersplatz (unten) Clockwise from above: Guy Devreux in the sculpture workshop; Crea in the Galleria delle Statue; archivist Marta Bezzini; the visitors‘ queue on St Peter’s Square sein Team restauriert – derzeit lagert er in einer schmucklosen Holzkiste auf dem Fußboden. „Wir sind hier im Paradies, denn hier sammeln sich die schönsten Kunstwerke der Welt an“, so Devreux. „Nichts hier wird nur von einem einzigen Spezialisten bearbeitet: Alle Arbeiten werden von Teams von Restauratoren durchgeführt, denen Kunstexperten sowie ein riesiges wissenschaftliches Labor zur Seite stehen. Im Forschungsbereich ist das absolut unerlässlich.“ Einige der ältesten Werke der Sammlung verdanken ihr Überleben modernster Technik. Synthetische Werkstoffe ersetzen beispielsweise Stützstifte aus Eisen, die sich auf Dauer schädlich auf ein Kunstwerk auswirken können. Eine neue Lasertechnologie ermöglicht es den Experten, die Artefakte zu reinigen ohne dabei deren kostbaren Belag zu beschädigen. In einem etwas versteckt gelegenen provisorischen Studio in der Nähe des Labors legt der erfahrene Restaurator Massimo Bernacchi derweil letzte Hand an Hermes. Die Statue aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus ist derzeit in mehrere Teile zerlegt und wird nur von einem Stahlgerüst aufrecht erhalten. Seit zwei Jahren reinigen und konservieren Bernacchi und sein Team das Meisterwerk. Mithilfe von 3D-Technologie konnten sie die strukturellen Schwachstellen der Skulptur ausfindig machen und sie mit synthetischen Stützstiften ausgleichen. „Eine der größten Herausforderungen bei Kunstwerken ist häufig, dass man Restaurationsmaßnahmen ausbügeln muss, die schon früher an ihnen vorgenommen worden sind“, sagt Devreux. „Diese Hermes-Skulptur ist ein einzigartiges Original – unsere Arbeiten daran dürfen sie auf keinen Fall beschädigen.“ Schlüsselwart Gianni Crea hat inzwischen einen ganz besonderen Auftrag erhalten. Er soll die Sixtinische Kapelle aufschließen, ein Job, für den normalerweise andere verantwortlich sind. Der Schlüssel zur Kapelle ist nicht nummeriert und das Sicherheitsprotokoll verlangt, dass er in einem versiegelten Umschlag aufbewahrt wird. „Die Sixtinische Kapelle gibt einem ein außerordentliches Gefühl“, sagt Crea, als er den Umschlag aufreißt und den Schlüssel ins Schloss steckt. „Mich macht sie jedes Mal sprachlos.“ Die Kapelle ist vor allem für ihre prachtvollen Deckenfresken bekannt, die der Renaissancemeister Michelangelo Buonarotti im späten 15. Jahrhundert anfertigte. Sie ist auch Ver- >

SCHLÜSSELWÄRTER / ROM 45 In a makeshift studio near the art laboratory, experienced restorer Massimo Bernacchi is putting the finishing touches to a second-century statue of Hermes that is currently in pieces and suspended from steel scaffolding. For the past two years Bernacchi and the team have been cleaning and conserving the masterpiece. Using 3D technology, they have been able to assess its structural weaknesses and stabilise the sculpture with synthetic pins inserted inside it. “One of the biggest problems with artworks is what has been done to them previously and rectifying that,” says Devreux. “This is an extraordinary sculpture. Everything that we do has to be done without ruining the original piece.” „Wir sind hier im Paradies der schönsten Kunst“ “We are in heaven because we have the world’s most beautiful artworks” Meanwhile a special job falls to Gianni Crea today. While other Vatican staff are usually responsible for unlocking the Sistine Chapel, today he has been called upon for this special duty. The key for it doesn’t have a number, and protocol and security procedures require him to keep it in a sealed envelope. “The Sistine Chapel gives you an extraordinary sensation,” says Crea as he rips the envelope open and puts the key in the lock. “It always leaves me speechless.” The Chapel is best known for its magnificent ceiling frescoes painted in the late 15th century by the Renaissance master Michelangelo Buonarotti. This is where the world’s cardinals gather in secret conclave to elect a new pope. Underneath the Vatican Museums’ picture gallery, a magnificent four-metre-high Flemish tapestry hangs in the centre of a brightly lit room. Woven in a Brussels workshop in 1537, The Coronation of the Virgin is one of 300 medieval tapestries in the Vatican collection. Restorer Laura Pace Morino is working patiently with a tiny needle to repair fragile threads that have come loose from the discoloured masterpiece. “For me it’s more than a job, it’s a passion,” she says. She and the other highly >

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Oktober 2015 airberlin magazin - Mal kurz zum Mond
September 2015 airberlin magazin - Ich bin ein Berliner
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Mai 2015 - airberlin magazin Cosma Shiva Hagen
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