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Dezember 2016 airberlin magazin - Hört auf diese Stadt

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38 MUSIKTECHNOLOGIE /

38 MUSIKTECHNOLOGIE / STOCKHOLM schrieben hat. Aus diesem Erbe entstanden die digitalen Musikdienste Spotify und Soundcloud, deren Erfolg viele inspiriert, sich selbst mit ihren Ideen auf den Markt zu wagen. Die schwedische Mischung aus starkem Sozialstaat und demokratischer Arbeitskultur bietet Jungunternehmern dazu einen idealen Nährboden. Bei Teenage Engineering zeigt sich das schon in der Anordnung der Schreibtische. Die Botschaft: Hier sind alle auf einer Ebene. Flache Hierarchien sorgen dafür, dass sich jeder für das Projekt verantwortlich fühlt. „Die jungen Leute, die bei uns anfangen, ermuntere ich dazu, ihre Einfälle direkt an den Maschinen in Prototypen umzusetzen. Dabei entsteht eine Energie, die das gesamte Team ansteckt.“ Gerade die importierten Entwickler- Talente aus San Francisco, so Kouthoofd, müssten sich anfangs oft erst daran gewöhnen, dass ihnen hier keiner eine Liste an Aufgaben vorlegt. Zwar ziehen immer mehr Fachkräfte aus den USA und Indien nach Stockholm, aber auch die Stadt selbst und ihre Universitäten bringen viele Talente hervor. So fördert die Stadtregierung schon seit 1985 jährlich zukunftsweisende Ideen mit Stipendien. Vergangenes Jahr ging eines von ihnen an TactSenze. Mit den knapp 64000 Euro Preisgeld entwickelte das Team eine Technologie, die der blinden Flötistin Wu Jing ihren Lebenstraum erfüllte – einmal mit einem Orchester aufzutreten. Die Gesten des Dirigenten spürte sie unter ihrem Fuß, dank einer Kamera, die ein Licht am Dirigierstab in Echtzeit aufzeichnete und in fühlbare Impulse umwandelte. „Mir fehlen noch immer die Worte“, sagt sie über die Erfahrung. 2018 soll TactSenze auf den Markt kommen. Derzeit arbeiten die Entwickler daran, den klobigen Prototypen in einen Schuh zu komprimieren. Dann könnten Sehbehinderte damit zum Beispiel auch Yoga lernen. Es überrascht nicht, dass Schweden laut des aktuellen Global Innovation Index, der internationalen Rangliste der innovativsten Länder, nach der Schweiz als erfinderischstes Land der Welt gilt. Die Grundlagen für diese Kreativität legte die Regierung unter anderem in den 1990ern, als sie Haushalte durch Steuererleichterungen bei der Anschaffung von Computern unterstützte. Kouthoofd von Teenage Engineering bekam seinen ersten in den > „Wenn die jungen Leute sich ausprobieren, entsteht eine Energie, die das ganze Team ansteckt“ “The democratic idea is, let everyone express themselves” PROFIL 1 / PROFILE 1 TEENAGE ENGINEERING Synthesizer-Produzent / Synthesizer manufacturer Gegründet/ Founded: 2007 Anzahl der Mitarbeiter / Number of employees: 35 Vision: „Jeder soll sich ausdrücken können. Wir glauben an diese typisch schwedische Idee. Deshalb ist unser OP-1-Synthesizer einfach zu benutzen. Da er ziemlich teuer ist, haben wir auch noch einen kleinen Taschensynthesizer auf den Markt gebracht für 69 Euro. Ich hasse Design, manchmal designe ich mit Absicht Sachen, die hässlich sind. Die Leute mögen es trotzdem, weil es einfach ist, was es ist.“ Vision: “We stand by the typical Swedish idea that everyone should be able to express themselves. That’s why we made our OP-1 synthesizer very simple to use. But as it turned out quite expensive, we also introduced a smaller synthesizer for everyone at €69. I hate design – sometimes I need to make stuff that is ugly. But people like it because it just is what it is.” Im Uhrzeigersinn von oben links: Die Garage von Teenage Engineering; Jesper Kouthoofd; der Vorzeige-Synthesizer OP-1 mit der Taschenversion Pocket Operator Clockwise from top left: The Teenage Engineering garage; boss Jesper Kouthoofd; his flagship OP-1 synthesizer and its baby brother, the Pocket Operator

39 firms whose success is now inspiring more people to bring their own ideas to the market. Sweden’s blend of a strong welfare state and a democratic work culture also creates an ideal breeding ground for young entrepreneurs. This is already evident in the way Teenage Engineering arranges its desks. The clear message is that everyone is on the same level. Flat hierarchies ensure that everyone feels responsible for projects. “The democratic idea is, let everyone express themselves. I send the young people who come here to the machines and encourage them to build their prototypes, so it inspires the whole team. Then there’s a good energy in this space,” explains Kouthoofd, adding that developer talent imported from San Francisco had to adapt to his firm’s lack of task lists. While a growing number of skilled workers are moving from the USA and India to Stockholm, the city and its universities are also producing a lot of home-grown talent. The city government has been supporting innovative ideas with annual grants since as far back as 1985. In 2015, one such grant went to the team at TactSenze who used the almost €64,000 prize money to develop a technology that allowed blind flautist Wu Jing to realise her life-long dream of performing with an orchestra. The musician sensed the movements of the conductor’s baton with her feet thanks to a camera which captured the movement and transformed it into tactile impulses. “I still don’t have the words,” says Wu Jing of the experience. TactSenze’s developers are currently working to compress the bulky prototypes into a shoe ahead of the technology’s scheduled 2018 market launch. That would enable blind and partially sighted people to learn yoga, among other applications. Unsurprisingly, the recently published Global Innovation Index names Sweden the world’s most innovative country after Switzerland. The Swedish government laid the foundations for this creativity in part during the 1990s when it used tax breaks to help households buy computers. Jesper Kouthoofd got his first computer, a Sinclair ZX81, even earlier, in the eighties. “It became a hobby for all the 10-year-old boys like me who grew up in the countryside and had nothing to do. Those machines brought our dreams to life,” he says. >

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