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Februar 2016 airberlin magazin - Havannas Hipster

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40 ZWANZIG PATIENTEN

40 ZWANZIG PATIENTEN SITZEN geduldig auf langen Bänken im Wartezimmer, bis sie an die Reihe kommen. Sie verhalten sich leise – mit Ausnahme eines gelegentlichen Kopfzuckens bewegen sie sich kaum. Wenn man mal die Tatsache übersieht, dass die Wartenden ausnahmslos gefiedert und mit winzigen Kopfhauben aus Leder ausgestattet sind, dann könnte man fast glauben, man wäre in einem regulären Krankenhaus. „Besucher sagen oft, dass man sich bei uns fühlt wie in einer normalen Klinik für Menschen“, bestätigt Dr. Margit Müller. Die deutsche Tierärztin leitet die Falkenklinik von Abu Dhabi und ist damit wohl die weltweit führende Fachfrau auf diesem Spezialgebiet der Tiermedizin. „Wir haben die gleichen Abteilungen wie ein normales Krankenhaus – Untersuchungsräume, eine Röntgenabteilung, eine Intensivstation – und wir benutzen für die Falken die gleichen Brutkästen, die auch bei menschlichen Babys zum Einsatz kommen.“ Das Krankenhaus für Falken wurde 1999 eröffnet, und nur zwei Jahre später stieß Müller zur Belegschaft. Seitdem hat die umtriebige Veterinärin die Klinik von einem kleinen und hoch spezialisierten Nischendienstleister in ein führendes Forschungsinstitut umgewandelt, das nebenbei auch eine beliebte Touristenattraktion geworden ist. Etwa 13 000 Falken werden hier mittlerweile pro Jahr untersucht, operiert oder zur Reha einquartiert. Die meisten von ihnen kommen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus den Golfstaaten Kuwait, Katar und Saudi-Arabien. In dieser Region haben Falken nicht nur Zugang zu den modernsten medizinischen Heil- und Behandlungsmethoden – sie verfügen auch über spezielle Reisepässe, mit denen sie problemlos Staatsgrenzen überqueren können. „Vor gerade einmal 40 bis 50 Jahren waren viele Menschen in den Emiraten Beduinen, die in der Wüste lebten“, erklärt Müller das besondere Ansehen der Falken in der Region. „Das Leben war hart und rau und die Beduinen waren zum Überleben auf die Jagd mit Falken angewiesen. In Europa war die Falkenjagd lediglich ein exotischer Sport. Hier jedoch waren die Jagdfalken für das Überleben so bedeutend, dass sie oft wie Familienmitglieder behandelt wurden. Auch heute ist es noch durchaus üblich, dass Falken beim Essen einen Platz am Tisch bekommen oder mit ihren Besitzern im gleichen Schlafzimmer übernachten.“ Mit Falken Jagd auf Tiere in freier Wildbahn zu machen, ist in den Vereinigten Arabischen

41 THERE ARE 20 PATIENTS in the hospital waiting room. They sit on long benches, calmly awaiting the attention of the medical staff. They are silent and they are still, save for the occasional twitch of the head. Ignore the fact that these patients are winged, feathered, wearing tiny leather hoods and are perched on an artificial green turf, and this could be any waiting room, in any hospital. “Visitors always tell me it looks just like a hospital for humans,” says Dr Margit Müller, the German director of the Abu Dhabi Falcon Hospital and arguably the world’s leading practitioner of this highly specialised strand of avian healthcare. “We have lots of the same wards you find in human hospitals – examination rooms, radiology rooms, intensive care wards – and we use the same incubators for falcons that are used for babies.” Dr Müller joined the hospital in 2001, two years after its opening, and the effervescent veterinarian Oben: Müller untersucht einen Falken unter Narkose Links und vorherige Seite: Die geduldigen Patienten im Wartezimmer Rechts oben: Die Abu Dhabi Falken-Klinik Rechts unten: Ersatzfedern für verletzte Falken Above: Dr Margit Müller examines a sedated falcon Left and previous page: Feathery patients in the waiting room Top right: The Abu Dhabi Falcon Hospital Above right: Spare feathers used to treat injured falcons has since overseen its transformation from small specialist clinic to leading research centre and major tourist attraction. Around 13,000 falcons arrive for check-ups, surgeries and rehabilitation each year, mostly from the UAE but also from Gulf countries such as Kuwait, Qatar and Saudi Arabia. As well as having access to state-of-theart healthcare, falcons in this part of the world get special passports so they can travel between countries without hassle. “Only 40 or 50 years ago, many Emiratis were Bedouins who lived in the desert,” says Dr Müller, explaining why falcons are so revered in Abu Dhabi. “It was a difficult and harsh life, and using falcons for hunting helped the Bedouins survive. In Europe, falconry was a sport, but here the falcons were so critical to survival they were integrated into families. It’s still normal for falcons to sit at the dining table or sleep in bedrooms with their owners.”

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