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Juni 2016 airberlin magazin - Noch ein Tor

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54 ßen. Selig blickt

54 ßen. Selig blickt Christoph Ernst auf das Treiben, dann greift er sich einen Golfschläger. Bevor es Abend wird und der Tempelhofer Park schließt, will er nochmal ein paar Bälle durch sein Kunstwerk schießen. Ernst ist der Gründer der „Nuture Mini Art Golf Anlage“ im Tempelhofer Park. Eigentlich wohnt er im Stadtteil Charlottenburg, doch im Sommer ist er fast jeden Tag auf dem Flugfeld, von dem aus einst die „Rosinenbomber“ starteten. Der 58-jährige Berliner ist einer von 16 Künstlern, die Teile des Areals im Zentrum von Berlin mit Kunstwerken und Kreativprojekten gestaltet haben. „Nuture“ ist eine Kombination aus Nature und Future – zu Deutsch: Natur und Zukunft. Es geht also um Nachhaltigkeit und Umweltschutz und beide Themen greift die Minigolfbahn auf. Denn die Bahnen sind allesamt Kunstwerke: manche kurios, andere abstrakt, alle auf ihre Art politisch. Bei einer Bahn schießt etwa der Spieler Bälle in einen Mini-Atomreaktor, beim Einlochen entzündet sich eine Stichflamme. Name der Installation: Restrisiko. Anderswo muss man die Kugel durch von Windkraft bewegte Stangen bugsieren. Sie heißt: Windbahn mit drei Rampen. „Wenn man den Ball durch das Ölfass mit Dollarzeichen schießt, spuckt es zerplatzende Seifenblasen aus. Darüber staunen die Leute. Selbst das Kind, was sich über die Blasen freut, findet das Ölfass dann doch etwas eklig“, weiß Ernst und erklärt: „Es geht um den Umgang mit Ressourcen, und die zerplatzenden Illusionen, die daraus entstehen.“ Vor allem aber sollen die Stationen zum Mitmachen anregen. Mit diesem Konzept überzeugten Ernst und die anderen Aktivisten auch den Berliner Senat. Der entscheidet, welche Kunstprojekte auf dem Feld realisiert werden dürfen. Ernsts Vision, Menschen zusammenzubringen, ist aufgegangen: „Einige wollen einfach nur Minigolf spielen und denken dabei nicht über Kunst nach.“ Pro Jahr kommen etwa 3,2 Millionen Besucher auf das Tempelhofer Feld, an warmen Wochenenden bis zu 40 000 Gäste pro Tag. Kleingärt- > of activity around him – then reaches for a golf club. He wants to hit a few balls through his artwork before Tempelhof Park closes for the night. Ernst is the founder of the park’s ‘Nuture Mini Art Golf’ installation. He lives in Berlin’s western Charlottenburg district but visits the former airfield almost daily in summer. The ‘raisin bomber’ Allied aircraft once took off from this site in the German capital. Today, 58-year-old Ernst is one of 16 artists who have transformed parts of the vast area with creative projects and artworks. ‘Nuture’ – an amalgamation of the words ‘nature’ and ‘future’ – refers to sustainability and environmental protection. Ernst’s minigolf course touches on both issues. All the course’s holes are works of art. Some are strange, others abstract and all of them political in their own way. At one hole, a flame ignites when players manage to putt a ball into a mini nuclear reactor. The installation is called ‘residual risk’. Elsewhere, mini golfers have to manoeuvre balls between wind-powered poles at a hole called ‘wind track with three ramps’. “When you hit the ball through an oil barrel with dollar signs on, it spits out soap bubbles. People are amazed by it. But even the child who loves bubbles still thinks the oil drum is a bit gross,” says Ernst. “It’s about our approach to natural resources and the shattered illusions that come with that.” The main purpose of these installations is to encourage participation. Ernst and his fellow activists managed to get the Senate of Berlin behind their scheme, which was essential given that the city authority decides which art projects can be installed on the former airfield. > „Einige wollen nur Minigolf spielen und denken dabei nicht an Kunst“ “Some just want to play minigolf and don’t think about the art” Auch die Windskater haben sich gegenüber dem Berliner Senat geäußert: „Wir sind eines der neuen Wahrzeichen auf dem Tempelhofer Feld. Dieser Sport ist in Berlin nur hier möglich“ The wind skaters said to the Senate of Berlin: “We’re one of the new landmarks. It’s the only place in Berlin where this sport is possible”

ÖFFENTLICHER RAUM / EUROPA 55 Befristet auf drei Jahre dürfen auf dem Tempelhofer Feld 7000 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Unterkunft nimmt gerade mal 3,5 Prozent der Gesamtfläche ein For three years, 7000 refugees will live in this temporary accommodation, covering 3.5% of the field’s total area Etwa 900 Berliner gärtnern auf 300 Beeten: Als eines der Pionierprojekte fördert das Allmende Kontor das Gemeinschaftsgefühl bei roter Beete 900 Berliners do gardening on 300 beds. Allmende Kontor, one of the park's pioneer projects, enforces a sense of community Das Pionierprojekt Nuture Mini Art Golf hat für diese Sommersaison wieder einheimische Künstler eingeladen, umweltfreundliche Minigolf-Stationen zu entwerfen This summer, the pioneer project Nuture Mini Art Golf has once again invited artists to design eco-friendly mini golf holes 1. Tempelhofer Park Berlin Der Tempelhofer Park ist eine der größten innerstädtischen Freiflächen der Welt. Die Pläne des Berliner Senats, die 355 Hektar des ehemaligen Flughafengeländes zu bebauen, stoppten die Berliner Bürger erfolgreich in einem Volksentscheid. Gerade übergaben sie ihre Ideen, wie man das Tempelhofer Feld in seiner Vielfalt erhalten kann, an den Senat. 16 Initiativen, die von den Bürgern selbst ins Leben gerufen wurden, bieten Besuchern und Anwohnern verschiedene Natur, Sport und Kunst-Aktivitäten. Derzeit wird ein Teil des Feldes als temporäre Flüchtlingsunterkunft genutzt. 1. Tempelhofer Park Berlin The Tempelhofer Park is one of the biggest inner-city open spaces in the world. In a referendum, in which a third of Berlin’s residents took part, the locals objected to the Senate of Berlin’s plans to build houses on the former airfield, which spans 355 hectare. Just last month they handed over to the senate their ideas on how to preserve the area’s diversity. Local citizens run 16 so-called pioneer projects all over the park which offer a range of nature, sport and cultural activities. Currently, a part of the park is used as a temporary accommodation for refugees.

airberlin Publikationen

November 2015 airberlin magazin - Halb Haiti folgte meinem Vater nach Miami
Oktober 2015 airberlin magazin - Mal kurz zum Mond
September 2015 airberlin magazin - Ich bin ein Berliner
August 2015 airberlin magazin - Elyas M’Barek
Mai 2015 - airberlin magazin Cosma Shiva Hagen
April 2015 - airberlin magazin - Vielfältiges Curaçao

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