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September 2016 airberlin magazin - Bunt gemixt

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44 KUBANISCHE MUSIK /

44 KUBANISCHE MUSIK / NEW YORK Yunior Terry (40) sitzt im Haus seiner Mutter in Havanna. Nach fast 20 Jahren im Ausland ist er mal wieder in der Heimat, was selten vorkommt. Wenn er ins Telefon spricht, klingt es am anderen Ende der Leitung, als sei der Hörer voller Watte. Für viele Kubaner war das jahrelang der einzige Weg, mit ihren Familienmitgliedern in Kontakt zu bleiben. Terry, Geiger und Bassist, lebt in New Jersey. Wie Axel Tosca kommt auch er aus einer Musikerfamilie. Seine Mutter ist Sängerin und seine Brüder Yoswany und Yoel sind feste Größen in der Jazz-Szene Kubas. Doch es war vor allem sein Vater Eladio Terry, der Yunior dazu brachte, selbst Musiker werden zu wollen. „Ich habe gespürt, wie sehr er das Musikmachen liebte. Er war so stolz darauf, kubanische Musik in der ganzen Welt bekannt zu machen. Das habe ich tief verinnerlicht.“ In Kuba „war Musik unsere Rettung, auch wenn wir uns manchmal keine neuen Saiten leisten oder unsere Instrumente reparieren konnten“, sagt er. Terry machte in Camagüey und Havanna eine klassische Ausbildung zum Geiger und bekam danach ein Stipendium am California Institute of the Arts. „Das war damals eine einmalige Gelegenheit. Sowas hatte es bis dahin noch nie gegeben.“ Nach der Universität lockte das große New York. Inzwischen ist die Stadt fest in Terrys Musik verankert. „Am schwierigsten fand ich es, mich selbst in einer neuen Umgebung zu finden, ohne dabei zu vergessen, wer ich wirklich bin.“ Terry vermischt Genres, verbindet Jazz mit peruanischen, mexikanischen, karibischen und afrikanischen Einflüssen. Aber „in erster Linie“, sagt er, „bin ich kubanischer Musiker“. Gerade deswegen fühlt er sich verpflichtet, die musikalischen Traditionen seiner Heimat am Leben zu halten: „Sie sind so vielfältig, dass man sie heute in der modernen Musik weltweit wiederfindet – schon deshalb müssen wir sie bewahren.“ > „Kubanische Musik ist so vielfältig, dass man sie heute in der modernen Musik weltweit wiederfindet“ “Cuban music is so versatile that you find it in modern music around the world”

45 On a landline from his mother’s home in Havana, is Yunior Terry (40). After living away from the country for almost 20 years, it’s one of Terry’s rare visits back home. It sounds like the receiver is stuffed with cotton. And this is how families kept in touch for years. Terry, a bassist and violinist now based in New Jersey, comes from a family of musicians. His mother sings, and his brothers, Yosvany and Yoel, are a vital part of the Cuban jazz scene. But it was his father, Eladio Terry, who was his main influence. “I saw him loving what he was doing,” Yunior Terry says. “His pride in taking Cuban music to other parts of the world was something that became embedded in me.” In Cuba, “music was a saving grace, even though sometimes we couldn’t even get new strings, or fix our instruments.” He trained as a classical violinist in Camagüey and Havana, and was accepted on a scholarship to the California Institute of the Arts. “It was a unique opportunity that was unheard of at that time,” says Terry. After college, New York beckoned, and the city infused itself in his music. “The hardest part of the transition was how to define yourself in a new environment without losing your true sense of who you are,” he says. His repertoire crosses multiple styles: jazz, Peruvian, Mexican, Caribbean, African. But, he says: “I’m a Cuban musician first. It’s an extremely rich culture that has influenced modern music styles globally over many years, so it deserves to be taken care of.” > Linke Seite: Yuniors Vater Eladio Terry in Havanna; Diese Seite: Yunior Terry kam via Kalifornien nach New York Opposite page: Yunior’s dad Eladio Terry in Havana; This page: Yunior Terry came to New York via California

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